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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 264 mal aufgerufen
 2.Weltkrieg
Gaius Julius Caesar Offline



Beiträge: 290

04.10.2009 13:58
RE: Bücher zum 2. Weltkrieg Antworten

um das gleich klarzustellen:
rechte Propaganda fliegt hier achtkantig wieder raus!

nachdem das geklärt wäre, fange ich mal an:


"Die eisernen Särge"/"Feindfahrten"
beide zusammen in:


Taschenbuch
Verlag: Heyne (1998)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453131711
ISBN-13: 978-3453131712

Kurzbeschreibung
Herbert A. Werner: 'Die eisernen Särge'. Herbert A. Werner, U-Boot-Kommandant des Zweiten Weltkrieges, war bis zur Kapitulation dabei. Er berichtet von den großen U-Boot-Schlachten, von Versenkungserfolgen, aber auch von der Wende des Kriegsglücks Ende 1942, als Jäger zu Gejagten wurden. Die Hoffnung, von Feindfahrten zurückzukehren, wurde immer geringer. - Wolfgang Hirschfeld: 'Feindfahrten.' Der Unteroffizier und Funker Hirschfeld schrieb trotz eines ausdrücklichen Verbotes ein Logbuch über Einsatz und Alltag eines deutschen U-Bootes. In seinem packenden Bericht schildert er den U-Boot-Krieg und U-Boot-Dienst in allen seinen Facetten. Die Gefahren, Härten und die zermürbende Monotonie, denen die Mannschaft ausgesetzt war, werden deutlich. Und auch die Angst, die er verspürte...

Kommentar (aus Amazon, dem ich mich nur anschliessen kann)
Es ist den Autoren (unbewußt) hervorragend gelungen, ihr Leben so wiederzugeben, daß die Gründe hierfür erkennbar sind. Hier der Kommandeur von U-953, der durch die Knochenmühle Stralsund ging (Marinekriegsschule), hervorragend qualifiziert war und mit einer Mühle (Typ VIIc) in See geschickt wurde, die ab 11/42 wegen der Ortungsmethoden der Alliierten (und decodierter Enigma) praktisch in Weihnachtsbaumbeleuchtung fuhr, der beinahe alle Crewkameraden spätestens bei der Invasion verliert, dort ohne Schnorchel mit heruntergekommenem Boot eingreift und bis Kriegsende eher mit technischen Pannen zu kämpfen hat, denn mit dem Gegner. Man kann sich vorstellen, wieso von den unerfahrenen Kapitänen trotz eingespielter Besatzungen kaum einer überlebte. Beruhigend bei alledem - man hat keinen Nazi vor sich, sondern schlicht einen guten Soldaten, der seinen job erledigt und wegen der Härte des Kampfes (und trotz oder gerade wegen des Verlustes von Freundin, Eltern und Schwester im alliierten Bombenkrieg) weiterkämpft und versucht, seine crew am Leben zu halten.

Dort der Funker, der die Anfangsphase des Krieges gut darstellen kann und so rechtzeitig (Ende 1942) aussteigt, um dem Untergang ALLER alter Kameraden aus der Ferne zuzusehen, die sterben wie die Fliegen. Obwohl beide ihr Privatleben darstellen, tut es keiner aufdringlich (und komprimiert), eher so, daß man den Kontext ihres Werdeganges besser versteht und sich in die Leute hineinversetzen kann. Vor allem wird bei beiden der Wahnsinn des Regimes deutlich, bestgeschulte Leute auf veralteten Booten mit seit 41 unzulänglicher Ausrüstung buchstäblich zu verheizen.


"Libenter homines id, quod volunt, credunt."
Die Menschen glauben gerne das, was sie wollen.

Gaius Julius Caesar Offline



Beiträge: 290

04.10.2009 14:09
#2 RE: Bücher zum 2. Weltkrieg Antworten

Die Boote im Netz



Taschenbuch
Verlag: Lübbe
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404650573
ISBN-13: 978-3404650576

Kurzbeschreibung:
Der Autor ist in der Lage, schonungslos darzustellen, wie sehr die U-Boot-Waffe der britischen Admiralität unterlegen war. Dies nicht allein wegen der materiellen Überlegenheit der Alliierten, sondern bereits zu einem Zeitpunkt, in dem diese sich noch gar nicht auswirken konnte - im Sommer 1941. Die Alliierten hatten die Enigma geknackt und konnten jeden Fühlungshalter der U-Boote versenken oder zumindest die Vorpostenketten der "Wolfs-"Rudel umfahren. Ein Wunder, daß es trotzdem zu Versenkungen kam. Schonungslos auch die Beschreibungen des Dahinsterbens der Eliten der U-Boot-Waffe (Schepke und Prien beim ersten Radareinsatz der Briten) wegen technischer Unterlegenheit, der Massenversenkungen der U-Boote, als ihr Flugzeugwarngerät Metox den Gegner auf sie zog. Ein roter Faden zieht sich durch das Buch - das Unterschätzen der technischen und nachrichtendienstlichen Potenz des Gegners durch die Deutschen, für das die U-Boot-Waffe den Preis zahlte. Erschütternd auch die Berichte über den sinnlosen Tod zunächst überlebender U-Boot-Besatzungen, zwischen die der Gegner Wasserbomben warf (U 85) - auch so entstanden "Totalverluste". Ein Antikriegsbuch, das den (sinnlosen) Mut der U-Boot-Männer in richtige Relationen zum Unsinn nicht nur der Art des Krieges setzt.


"Libenter homines id, quod volunt, credunt."
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