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Dieses Thema hat 20 Antworten
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 2.Weltkrieg
Seiten 1 | 2
Gaius Julius Caesar Offline



Beiträge: 290

19.05.2010 20:45
#16 RE: Der deutsche U-Boot-Krieg 1939-1945 antworten

Erich Topp

Der in der traditionsreichen Hansestadt Hannover geboren und aufgewachsene Erich Topp trat im Jahre 1934 in die Kriegsmarine ein und wurde vier Jahre darauf als Leutnant z.S. zur U-Boot-Waffe versetzt. Bei Kriegsbeginn diente er als Wachoffizier auf U-46 und absolvierte vier Feindfahrten, teilweise noch unter dem späteren Eichenlaubträger Engelbert Endrass (1940 Wachoffizier auf U-47 unter Prien, im Winter 1941 gefallen). Im Juni 1940 übernahm Topp das Kommando über das IIC-Boot U-57 - sein Vorgänger war der spätere Ritterkreuzträger Claus Korth gewesen.
Nach einer ersten, erfolglosen Feindfahrt im Atlantik war der neue Kommandant sehr enttäuscht. Doch diesen Rückstand holte Topp während des zweiten Einsatzes nach. Neben seinem ersten Erfolg, dem britischen Frachter O.A. Brodin (2.000 BRT), sanken noch mindestens vier weitere Schiffe nach Torpedotreffern. Auf der Rückfahrt entdeckten die Freiwachen ein weiteres Opfer. Doch bevor Topp auf Tauchstation gehen konnte, um den Angriff einzuleiten, änderte der mutige Kapitän des norwegischen Frachters Rona den Kurs und rammte in voller Absicht das deutsche U-Boot. Das schwer beschädigte U-57 sank mit sechs toten Matrosen an Bord, der Rest der Besatzung konnte von deutschen Schiffen gerettet werden.
Topp wurde in einem routinemäßigen Überprüfungsverfahren von aller Schuld freigesprochen. Im November 1940 übernahm der Oberleutnant zur See, bereits Träger des Eisernen Kreuzes 1. Klasse, das neue VIIC-Boot U-552. Die Besatzung hatte er Großteils von U-57 übernommen. Sein neuer II.WO war Leutnant z.S. Siegfried Koitschka, 1944 als Kommandant von U-616 mit dem Ritterkreuz beliehen.
Bereits während seiner ersten Fahrt mit diesem Boot konnte Topp die große Cadillac versenken, die restliche Feindfahrt brachte keine Feindberührung mehr. Dieser 12.000-Tonner sollte der größte Erfolg des Schwerterträgers bleiben, denn im Frühjahr 1941 verfehlten seine Torpedos den als Truppentransporter fahrenden 43.000-BRT-Riesen Ile de France, der anschließend mit Höchstgeschwindigkeit verschwand.
Auf der nächsten Fahrt mit U-552 operierte Topp auf einen gemeldeten britischen Geleitzug. Nach mehreren Erfolgen, darunter der 11.000-Tonner Beacon Grange, sank am 27. April 1941 zudem der britische U-Bootjäger Commander Horton (230 BRT). Mit wehenden Tonnagewimpeln kehrte Topp ins französische St. Nazaire zurück. Während diesen Feindfahrten entwickelte sich Erich Topp zu einem hervorragenden Seeoffizier. Er war der unumstrittene Chef an Bord. Seine Befehle wurden sofort ausgeführt, unter der Mannschaft herrschte eine äußerst disziplinierte und kameradschaftliche Stimmung. Dieser im U-Boot-Krieg äußerst wichtige Faktor rettete so manches Boot vor dem Untergang. So entpuppte sich ein im Überwasserangriff attackierter britischer Dampfer einmal urplötzlich als waffengespickte U-Boot-Falle, der U-552 nur durch unglaublich eingespielte Tauchmanöver entkommen konnte.
Die meisten deutschen U-Boote hatten ein Maskottchen an den Turm gemalt: bei U-552 war es ein roter Teufel mit einem Dreizack. Diesem Maskottchen und der diabolischen Nervenstärke des Kommandanten verdankte das Boot den allgemein bekannten Spitznamen "Roter Teufel". Nach erneuten Feindfahrten im Atlantik erhielt Erich Topp nach etwa 90.000 BRT versenkter Tonnage das Ritterkreuz verliehen. Im September 1941 konnte U-552 aus einem großen Geleitzug des Gegners zwei Handelsschiffe herausschießen und der Wasserbombenverfolgung britischer Zerstörer entkommen, im gleichen Monat war Topp zum Kapitänleutnant befördert worden.
Im Herbst operierte U-552 in den Gewässern zwischen Schottland, Island und Grönland. Während einer dieser Feindfahrten traf Topp auf den amerikanischen Zerstörer Reuben James, der in Folge eines US-britischen Vertrages britische Handelsschiffe (Geleitzug HX-156) von der Ostküste der USA bis an den Rand des Kriegsgebietes eskortierte. Obwohl diese Tatsache allgemein gekannt war, hatten die deutschen Boote strikten Befehl, keinesfalls anzugreifen. Hitler wollte die damals noch neutralen USA nicht, wie im Ersten Weltkrieg geschehen, unnötig provozieren.
Da das Schiff aber nicht als amerikanisches zu erkennen war, nahm Topp es in einem Lehrbuchangriff aufs Korn und versenkte es durch zwei Volltreffer, 115 amerikanische Matrosen fanden den Tod. Der Zwischenfall führte zu politischen Spannungen, löste aber noch keinen Krieg aus.
Im Dezember 1941 bewies Topp stahlharte Nerven, als er sein Boot in den gut gesicherten Hafen von Ponta del Gada (Azoren) dirigierte, jedoch kein lohnendes Ziel fand. Auf dieser Fahrt befand sich ein Kommandanten-Schüler an Bord, der später von sich Reden machen sollte: Albrecht Brandi, 1944 zweiter Brillantenträger der U-Boot-Waffe. Aufgrund seiner großen Erfahrung erhielt Topp mehrmals Kommandanten-Schüler an Bord beordert - darunter befand sich u.a. auch der spätere Ritterkreuzträger Korvettenkapitän Harro Schacht.
Nachdem Deutschland den USA nach Pearl Harbor im Dezember 1941 doch noch den Krieg erklärt hatte, nahm Topp mit U-552 an der berühmten Operation "Paukenschlag" teil - dem Kampfeinsatz vor der amerikanischen Ostküste. In drei Feindfahrten konnte Topp mindestens 10 Schiffe versenken und mehrere beschädigen, so etwa innerhalb von einer Woche die David A. Atwater, Byron T. Benson, British Splendour, Lancing, Atlas und Tamaulipas - zusammen fast 40.000 BRT. Die U-Boot-Erfolge entlang der Ostküste waren so enorm, dass der BdU "Paukenschlag" kurz darauf auch auf die Karibische See ausdehnte. Hier konnten fünf U-Boote bis März 1942 über 100.000 BRT versenken, darunter besonders viele Tanker.
Für seine Erfolge erhielt Topp am 11. April 1942 als 87. Soldat und 10. U-Boot-Kommandant das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen. Bis zum August operierte er dann ebenfalls erfolgreich vor Gibraltar, westlich der Biskaya und vor der Küste Irlands.
Hierbei konnte U-552 während einer Geleitzugsschlacht gegen HG-84 trotz schwerer Kriegsschiffsicherung in einer Nacht die Handelsschiffe Pelayo und Etrib, den Tanker Slemdal sowie die beiden Frachter City of Oxford und Thurso versenken - insgesamt über 30.000 BRT. Es folgte eine stundenlange Wasserbombenverfolgung durch zwei britische Zerstörer, denen Topp schließlich geschickt entkommen konnte.
Wenige Wochen später hatte der "Rote Teufel" erneut Glück, als beim Überwasserangriff auf einen Geleitzug aus einer Nebelbank plötzlich ein kanadischer Zerstörer auftauchte und durch eine gezielte Geschützsalve den Turm von U-552 traf - ein Rammstoß ging nur um Meter vorbei. Nur die eingespielten, schnellen Tauchmanöver der Besatzung, Topps taktische Erfahrung und die Reparaturkünste des LI retten das Boot erneut. Englische und Schweizer Zeitungen behaupteten in den nächsten Wochen wiederholt, dass der "Roten Teufel" versenkt worden wäre.
Am 18. Juni wurden Topp und seine Besatzung für ihre Versenkungserfolge zum dritten Mal im Wehrmachtsbericht genannt. Als der Kapitänleutnant im August 1942 die ausgezeichnete Versenkungsmarke von 193.000 BRT erreichte, erhielt er die 17. Schwerter zum Ritterkreuz mit Eichenlaub verliehen - dies wurde im Verlauf des Zweiten Weltkrieges nur fünf U-Boot-Kommandanten zuteil.
Aufgrund seiner Verdienste wurde Korvettenkapitän (17.08.42) Topp nun an Land versetzt und als Nachfolger von Eichenlaubträger Werner Hartmann mit der Führung der 27. U-Flottille in Gotenhafen beauftragt. Sein dortiger Stabschef war U-Boot-As und Schwerterträger "Teddy" Suhren, der ebenfalls an Land versetzt worden war.
In 331 Seetagen hatte Erich Topp mindestens 34 alliierte Schiffe versenkt und einige beschädigt. Bei Kriegsende stand er nach Kretschmer und Lüth an dritter Stelle der besten U-Boot-Kommandanten des Krieges. Topps letzte Opfer waren der britische 10.000-Tonner G.S. Walden sowie der 7.000-Tonner Belgien Soldier gewesen.
In den Jahren 1943/44 leitete Topp die ihm unterstellten U-Boote von Land aus gegen die Geleitzüge und stimmte die Einsatztaktik mit dem BdU ab. Außerdem machte er sich als Kommandant der U-Boot-Erprobungsgruppe einen Namen. Diese Abteilung entwickelte und testete neue U-Boot- und Torpedotypen sowie neuartige Ausrüstung, wie z.B. Anti-Sonargeräte, bessere Motoren oder neue Methoden zur Frischluftübernahme.
Kurz vor Kriegsende übernahm Fregattenkapitän (01.12.44) Topp freiwillig noch einmal ein Seekommando. Aufgrund der weit überlegenen alliierten Abwehr ein sehr gefährliches Unterfangen. Mit U-3010, einem der neuen, revolutionären XXI-Typen, ging der alte Haudegen im März 1945 auf eine umfangreiche Testfahrt unter Frontbedingungen.
Ende April übernahm er noch U-2513, mit dem er jedoch nur noch eine kurze Überführungsfahrt unternahm. Als auf dieser Fahrt durch den unglücklichen Fehler eines Maschinenmaates ein Matrose ums Leben kam, wurde er vor ein Kriegsgericht gestellt. Topp setzte sich jedoch für den sonst sehr tüchtigen Maat ein und erreichte die Einstellung des Verfahrens. Im Mai begab er sich mit seiner letzten Besatzung in britische Gefangenschaft, aus der er bereits nach drei Monaten entlassen wurde. Als der ehemalige Oberbefehlshaber der U-Boot-Waffe, Großadmiral Karl Dönitz, im Zuge des Nürnberger Prozesses angeklagt wurde, organisierte Topp trotz der Wirren der ersten Nachkriegsjahre eine gemeinsame Petition vieler ehemaliger U-Boot-Kommandanten zu dessen Gunsten. Diese war jedoch umsonst.
Nach dem Krieg absolvierte Topp im Alter von 44 Jahren noch erfolgreich die Technische Universität (Dipl. Ing.) und arbeitete eine Zeit lang als Architekt, ehe man ihm 1958 das Angebot machte wieder Soldat zu werden. Wenig später trat Topp als Kapitän zur See in die Bundesmarine ein. Hier war Topp zunächst deutscher Vertreter in der Marineabteilung der NATO in Washington D.C., ehe er Anfang der sechziger Jahre nach Deutschland zurückkehrte und das Kommando über sämtliche amphibische Streitkräfte übernahm. 1965 als Stabschef des Flottenkommandos Flensburg zum Flottillenadmiral befördert, übernahm Erich Topp ein Jahr darauf den Posten des Stellvertretenden Inspekteurs der Bundesmarine. Am 1. Oktober 1966 wurde Topp schließlich zum Konteradmiral befördert, drei Jahre später trat er als Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes in den Ruhestand.
Während den nächsten Jahren war Erich Topp als Industrieberater tätig und verfasste unter dem Titel "Fackeln über dem Atlantik" seine Autobiographie.
Heute lebt er in guter Gesundheit in einer Kleinstadt südlich von Bonn. Ein großer Teil seiner wertvollen Kriegsauszeichnungen wurde ihm leider bei einem Wohnungseinbruch gestohlen.


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Cynredd ap Ifon Offline




Beiträge: 5.678

13.09.2010 23:25
#17 RE: Der deutsche U-Boot-Krieg 1939-1945 antworten

Die Phase zwischen März/April und Dezember 1941 wurde für die deutsche U-Boot-Flotte zu einer einzigen Enttäuschung. Zwar nahm die Anzahl der in See gestellten U-Boote kontinuierlich zu. Die Anzahl der Versenkungen nahm jedoch langsam ab. Technische Neuerungen auf Seiten der Alliierten sorgten nämlich dafür, daß die U-Boote seltener in Angriffspositionen kamen.

Die erste Neuerung war das sogenannte High Frequency Direction Finding Receivers, auch liebevoll "huff-duff" genannt. Im Grunde diente es Eskortschiffen dazu, den Funkverkehr der U-Boote aufzufangen. War der Bediener einigermaßen erfahren, konnte er damit die ungefähre Position des funkenden U-Bootes ermitteln und es mit Eskorten unter Wasser drücken. Da das funkende U-Boot in der Regel der Beschatter des Wolfsrudels war und die Funksprüche ausgesendet wurden, um andere U-Boote anzulocken und den Angriff zu koordinieren, war der Geleitzug mehr oder weniger verloren, da der Beschatter schlicht und einfach den Kontakt verlor.

Die zweite Neuerung betraf die alliierten Flugzeuge. Diese wurden mit verbessertem Radar und teilweise mit Suchscheinwerfern, den sogenannten "Leigh-Lichtern" ausgerüstet. Für die U-Boote bedeutete das, daß sie die Unsichtbarkeit bei Nacht dramatisch einbüßten und deshalb weitestgehend gezwungen waren, unter Wasser zu reisen. Da sie dadurch massiv Zeit verloren, waren in den Patrouillengebieten weniger U-Boote in Position als geplant.

Am Problematischsten erwies sich jedoch die Entschlüsselung des deutschen Enigma-Codes. Zwar gelang es vorher der Government Codes and Ciphers School auch schon, Funksprüche zu entschlüsseln. Allerdings dauerte das meist zu lange, um von echtem Nutzen zu sein.

Am 9. Mai 1941 gelang es der Korvette Aubretia und den Zerstörern Broadway und Bulldog, U 110 unter Kapitänleutnant Lemp mit einer gut gezielten Wasserbombensalve zum Auftauchen zu zwingen. Das schwer beschädigte Boot wurde geentert und eine Enigma-Kodiermaschine erbeutet. Zwar versuchte Lemp, das Boot zu versenken und kam dabei ums Leben, das U-Boot hielt sich jedoch noch zwei Tage über Wasser, bevor es sank. Der Schaden war damit angerichtet.

Nun waren die Alliierten in der Lage, jeden Funkspruch gleich mitzulesen; was sie umgehend dazu nutzten, die Geleitzüge einfach um die Rudel herum zu lotsen. Die Sichtungen nahmen dramatisch ab.

Mitte November 41 zog Hitler die meisten U-Boote ins Mittelmeer und in norwegische Gewässer. Der U-Boot-Krieg im Nordatlantik war somit für rund einen Monat beendet.

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Cynredd ap Ifon Offline




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20.10.2010 01:17
#18 RE: Der deutsche U-Boot-Krieg 1939-1945 antworten

Operation Paukenschlag

Seit längerer Zeit waren deutsche U-Boote mit amerikanischen Schiffen zusammengeraten. Die Ursache lag darin, daß die Amerikaner eine Art "neutrale Schutzzone" eingerichtet hatten, innerhalb derer sie englische und neutrale Schiffe eskortierten. Diese Schutzzone wurde immer weiter ausgedehnt, so daß Irrtümer der deutschen U-Boot-Fahrer nicht vermieden werden konnten. Gerade nachts waren amerikanische Schiffe kaum von englischen Booten zu unterscheiden.

So versenkte Erich Topp auf U-552 am 31. Oktober 1941 den amerikanen Zerstörer "Reuben James".

Die Situation änderte sich schlagartig, als Hitler am 11. Dezember 1941 den USA den Krieg erklärte.

Zwar wurden nur die Langstreckenboote vom Typ IX als fähig angesehen, überhaupt vor der amerikanischen Ostküste wirkungsvoll operieren zu können. Außerdem befahl Hitler eine Konzentration von Booten vor Norwegen, da er dort eine Invasion erwartete. So wurden lediglich fünf U-Boote auf den Marsch gen USA geschickt.

Allerdings traf der Angriff die Amerikaner vollkommen unvorbereitet. Weder verfügten die Amerikaner über eine Luftüberwachung noch hatten sie überhaupt Verdunklung angeordnet. Dazu erwiesen sie sich als absolut beratungsresistent und versuchten sich an der Strategie der Jagdgruppen, womit sie U-Boote gerade dort nicht suchten, wo sie vermutlich anzutreffen waren, nämlich in der Nähe der Geleitzüge.

Als am 13. Januar 1942 die Angriffe begannen, konnten sich die U-Boot-Kommandanten vor Angriffsmöglichkeiten kaum retten.

In den nächsten sechs Monaten wurden immer mehr U-Boote an die Ostküste geschickt, um sich an dem Gemetzel zu beteiligen, unter anderem auch Boote vom Typ VII. Bei diesem wurde je ein Frischwassertank mit Maschinenöl gefüllt, nach der Stationierung von U-Tankern, die als Versorgungsstation dienten, war diese Maßnahme allerdings überflüssig.

Innerhalb des ersten Halbjahres 1942 konnte daher nichts die deutschen U-Boote stoppen. Erst allmählich schwante den Amerikanern der Verdacht, daß ihre Taktik nicht sonderlich erfolgversprechend war und versuchten zunächst, in ausgewählten Küstenbereichen Geleitzüge nach englischem Vorbild einzuführen. Der BdU reagierte darauf, indem er regelmäßig die Angriffsziele änderte und nach Gegenden mit schwacher Verteidigung suchte.

Nachdem jedoch auch die letzten Lücken geschlossen waren - und ohnehin durch U-Boot-Neubauten eine ordentliche Flotte zusammengekommen war -, wurde es Zeit, wieder in den Nordatlantik zurückzukehren.

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Centurio Classicus Offline




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21.10.2010 00:09
#19 RE: Der deutsche U-Boot-Krieg 1939-1945 antworten

Für die U-Boote war es regelrechtes "Scheibenschiessen", da die Küste hell erleuchtet war und die Tanker einzeln fuhren. Viele von ihnen wurden im Golf von Mexiko versenkt.
Die erste Gruppe kehrte mit hohen Versenkungserfolgen zurück und auch die nachfolgenden fanden genug Opfer, da der zuständige Admiral der Amerikaner nichts von den Engländern hielt und alle Warnungen in den Wind schlug.
Später bauten die Amerikaner ihre Abwehr aus und organisierten auch an der Küste ein Geleitzugsystem. Auch wurden dank der Entschlüsselung des Enigma-Codes sämtliche "milchkühe" - Versorgungs-U-Boote aufgespürt und versenkt.

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Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler.
(Ingeborg Bachmann)

Cynredd ap Ifon Offline




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21.10.2010 18:44
#20 RE: Der deutsche U-Boot-Krieg 1939-1945 antworten

Vorsicht, die Versenkung der Milchkühe passierte erst im Sommer 43 und hatte mit der Enigma-Geschichte 41 nichts zu tun. Denn die Enigma wurde zwischendurch modifiziert, so daß die Alliierten lange keine Funksprüche mehr entschlüsseln konnten. Bis eben im Sommer 43. Aber soweit sind wir noch nicht.

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Centurio Classicus Offline




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22.10.2010 00:32
#21 RE: Der deutsche U-Boot-Krieg 1939-1945 antworten

hast recht
hab ich ein Glück, das ich "später" geschrieben hab - das ist unbestimmt

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(Ingeborg Bachmann)

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