Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden  
logo
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 359 mal aufgerufen
 allgemein
Albrecht von Wallenstein Offline




Beiträge: 350

01.08.2009 07:53
RE: Hurriter antworten

Hurriter

Die Hurriter (Churriter, Churri, Hurri) waren im 3. und 2. Jahrtausend v. Chr. an der Grenze zu Nordmesopotamien ansässig. Von dort aus unternahmen sie Züge nach Assyrien, Kleinasien, Syrien und die Levante.

Forschungsgeschichte

Der Name „Hurri“ wurde zuerst in den Inschriften aus Ninive entdeckt, die Anfang des 19. Jahrhunderts gefunden worden waren. 1887 wurden dann die Amarna-Tafeln entdeckt, unter denen sich ein Brief des Tušratta, König von Mittani an Amenophis III. in unbekannter Sprache befand. Er wurde 1890 in Berlin publiziert, worauf P. Jensen (1890), R. E. Brünnow und Archibald H. Sayce Entzifferungsversuche vorlegten. 1915 wurde die Sprache des Tušratta-Briefes als mittanisch bezeichnet.

Hugo Winckler setzte die „Charri“ (ägyptisch Cha-ru) mit den Hurritern (Horiter) der Bibel gleich. 1910 leitete er dann das Wort Harri von „Arier“ ab.

Bedřich Hrozný, der Entzifferer des Hethischen der Bogazköy-Inschriften publizierte 1915 die Ansicht, dass die Schriftzeugnisse der Harri in den Bogazköy-Inschriften nicht indoeuropäisch seien, und sah die Sprache des Tušratta-Briefes als dem urartäischen und modernen kaukasischen Sprachen verwandt an.


Geschichte

Die Hurriter sind seit Ende des 3. Jahrtausends v. Chr. in der nordöstlichen Gebirgsrandzone Mesopotamiens nachgewiesen. Sie gerieten bald unter den Einfluss der sumerisch-akkadischen Hochkultur und spielten ihrerseits eine wichtige Rolle bei der Vermittlung dieser Kultur nach Syrien und Kleinasien, zum Beispiel zu den Hethitern.

Ende des 18. Jahrhunderts v. Chr. begannen die Hurriter, sich nach Ostanatolien, Nordmesopotamien und Syrien auszubreiten. Hurritische Heere unternahmen Feldzüge nach Palästina und sogar nach Ägypten, wo sie bald sehr gefürchtet waren. Im Kampf waren sie ihren Gegnern durch die pferdebespannten Streitwagen meist überlegen. Im Hulatal im Norden des heutigen Israels gründeten sie im 18. Jahrhundert v. Chr. die hurritische Stadt Hazor, welche die größte Stadt in Kanaan im 15. bis 13. Jahrhundert v. Chr. war. Die Hyksos, eine Gruppe von semitischen und hurritischen Einwanderern, eroberten zwischen 1719 v. Chr. und 1692 v. Chr. Ägypten und gründeten ihre Hauptstadt Avaris im östlichem Nildelta, das etwa dem Gebiet Goschen entspricht.

Im 16. Jahrhundert v. Chr. entstand das Reich von Mittani, das zwischen dem oberen Euphrat und Tigris gelegen war. Dessen Hauptstadt Waššukanni wird beim Tell Fecheriye in Nordsyrien vermutet, wo seit 2006 eine mehrjährige Grabungskampagne stattfindet. Die Könige des Mittanireiches trugen größtenteils nicht-hurritische Thronnamen (z.B. Tušratta), für die teilweise eine indoarische Etymologie nachgewiesen werden kann. Die in den Keilschrifturkunden erhaltenen wenigen indoarischen Lehnwörter (Götter- und Personennamen, hippologische Fachausdrücke) lassen vielleicht auf eine kleine indoarische Oberschicht (maryanni = Wagenkämpfer, vgl. ved.-altind. márya = junger Mann, Held) schließen, die zur Zeit der größten Machtentfaltung Mittanis aber schon hurrisiert war.

Das Mittanireich wurde um 1335 v. Chr. von den Hethitern abhängig und schließlich durch einen Angriff der Assyrer unter Salmanassar I. zerschlagen. Hurritische Fürstentümer und Bevölkerungsgruppen sind auch nach der Zerschlagung des Mittanireichs nachweisbar.

Sprache

Hurritisch ist weder eine semitische noch eine indogermanische Sprache. Außer zum verwandten Urartäischen lassen sich keine engeren Beziehungen des Hurritischen zu anderen Sprachen feststellen; eine entfernte Verwandtschaft könnte lediglich zu den ostkaukasischen Sprachen bestehen.

Religion

Hauptgötter sind Teššup als Wettergott, die Sonnengöttin Chepat/Hepat/Hepit, und Kumarbi der Göttervater. Der Mondgott Kušuh spielt nur eine geringe Rolle in den erhaltenen Mythen. Kummarbi (in Azuhinnu auch Kummurwe) wird teilweise mit Dagon gleichgesetzt, und hatte damit auch Šala zur Gattin. Der Großwezir Kummarbis ist nach einem Text aus Alalach Mukišanu. In Abbildungen steht Hepat gewöhnlich auf einem Löwen, ihrem Symboltier, weitere Attribute sind nicht bekannt. Sie wurde in Aleppo, Apzisna, Samuha, Kummani, Uda und Hurma verehrt.

Der Sohn von Hepat und Tešup war Šarma/Šarruma, der in Uda und Kummanni verehrt wurde. Die Göttin Šawuška wird gewöhnlich mit Ischtar gleichgesetzt und steht ebenfalls auf einem Löwen, hat aber, im Gegensatz zu Hepat, oft Flügel. Ihre Begleiter sind Ninatta und Kulitta.

Die hurritische Religion hatte großen Einfluss auf die Hethiter.

Einflüsse hurritischer Mythen (Wechsel und Ablösung von Götterdynastien) sind noch in Hesiods Theogonie nachweisbar. In diesem Zusammenhang scheinen besonders die durch die Hethiter überlieferten hurritischen Texte „Das göttliche Königreich“ sowie „Der Gesang des Ullikummi“ bedeutsam.

Kunst und Architektur

Die hurritische Kunst zeichnet sich durch mit Reliefs geschmückte, in Reihen aufgestellte Steinplatten (Orthostaten) aus. Weiterhin typisch sind das rechteckige Langhaus und die monumentale Bildkunst.

Fundorte

* Urkeš siehe unten
* Nuzi siehe unten

Qelle:
Wikipedia

Albrecht von Wallenstein Offline




Beiträge: 350

01.08.2009 08:10
#2 RE: Hurriter antworten

Urkeš

Urkeš (moderner Name Tell Mozan) ist ein bronzezeitlicher Siedlungshügel (Tell) in Syrien, der im späten 3. und frühen 2. Jahrtausend besiedelt war. Die frühesten bisher aufgedeckten Siedlungsreste stammen aus Frühdynastischer Zeit.

Lage

Urkeš (Girê Mozan) liegt am oberen Chabur etwa 5km von der Stadt Amûdê entfernt, nahe der Mündung des Wadi Da'a, am Südrand des Tur Abdin, der damals vermutlich Nawar hieß. Es lag damit an der Straße, die das anatolische Hochland im Norden mit seinen reichen Kupfervorkommen mit Mesopotamien verband, und der Ost-West-Route vom Mittelmeer zum Zagros. So kontrollierte Urkeš den Handel im Gebiet des oberen Chabur.

Der durchschnittliche Niederschlag beträgt 400-450 mm, damit ist Getreideanbau möglich. Das Gebiet ist heute eine Beifußsteppe, in der Bronzezeit scheint das Klima aber deutlich feuchter gewesen zu sein. Wegen der tief eingeschnittenen Flußtäler ist künstliche Bewässerung nur im direkten Uferbereich möglich.

Ackerbau

Nach vorläufigen archäobotanischen Untersuchungen waren Gerste (Hordeum distichum), Emmer (Triticum dioccocum) und Nacktweizen (Triticum turgidum) die wichtigsten Getreidepflanzen. Linsenwicke (Vicia ervilia), Kichererbsen (Cicer arietinum), Graserbse (Lathyrus sativum) und Ackerbohne (Vicia faba) wurden ebenfalls angebaut. Neben Feigen sind auch Wein und Lein durch Makroreste belegt, bei letzteren ist unklar, ob sie domestiziert waren. Die Kronwicke (Coronilla sp.) wurde vielleicht in Form von Dung (Schaf/Ziege) als Brennmaterial eingebracht, Mittelmeer-Mesquite (Prosopis) diente wohl ebenfalls als Brennmaterial.

Geschichte

Die Stadt war vermutlich eine hurritische Gründung. Hurritische Namen, wie z.B. Ewrim-Atal, ein Beamter zur Zeit Naram-Sins, sind nachgewiesen. Sie gehörte zum Reich von Akkad und geriet nach dessen Ende unter den Einfluss von Mari, das die Stadt durch einen Vizekönig verwalten ließ, der allerdings bei der Bevölkerung nicht sehr populär war, wie Briefe aus den Archiven von Mari belegen.

Archäologie

Urkeš wird seit 1984 von Giorgio Buccellati und Marilyn Kelly-Buccellati ausgegraben. Seit 1998 beteiligt sich auch die Deutsche Orient-Gesellschaft an den Grabungen.

Der Tell besteht aus einer Unterstadt von ungefähr 130 ha Fläche, die bislang weitgehend unerforscht ist, und einer Oberstadt von 30 ha. Hier lag unter anderem ein königlicher Palast (Gebäude AK). Ein Siegelabdruck mit Tierkampfszenen an einer Palasttür gehört Tar'am-Agade, einer Tochter Naram-Sins, von der die Ausgräber annehmen, dass sie Königin von Urkeš war. Das würde belegen, dass die Stadt zu diesem Zeitpunkt zum Reich von Agade gehörte.

In einigen der Gebäude wurden auch unterirdische Grabkammern aus Lehmziegeln entdeckt, vielleicht Familiengrüfte.

Herrscher

Bisher sind die Namen von sieben Herrschern überliefert, deren Reihenfolge nicht völlig klar ist.

* Te'irru gehört in die altbabylonische Zeit und ist um 1800 v. Chr. anzusetzen.

Die Herrscher des 2. Jahrtausends tragen alle hurritische Namen.

* Tiš-atal könnte ein Vorgänger von Tupkiš gewesen sein
* Tupkiš, der sich als Endan und LUGAL bezeichnet, scheint in die Regierungszeit Manistušus zu gehören
* Šatar-mat, sein Sohn, ist die ausgehende Akkad-Zeit oder in die Isin-Larsa-Zeit zu setzen
* Atal-šen und Ann-atal: ausgehende Akkad-Zeit oder in die Isin-Larsa-Zeit

Quelle:
Wikipedia

Albrecht von Wallenstein Offline




Beiträge: 350

01.08.2009 08:13
#3 RE: Hurriter antworten

Nuzi

Nuzi (genauer Nuzu, auch Ga-Sur) ist eine antike hurritische Stadt. Sie war eine Kleinstadt im Königreich Arrapcha, die heute den Siedlungshügel (Tell) Jorgan Tepe bildet, heute ein Teil Kirkuks. Sie liegt östlich des Tigris, südöstlich von Ninive.

Fundgeschichte

Seit dem Beginn des 19. Jh wurden auf dem Kunstmarkt Tontafeln aus der Umgebung von Kirkuk gehandelt, die von den örtlichen Bauern ausgegraben worden waren. Auf der Suche nach dem Ursprung dieser Tafeln entdeckte im Jahr 1925 Edward Chiera Nuzi/Jorgan Tepe, damals 16 km südwestlich von Kirkuk, und begann mit Ausgrabungen, gemeinsam mit dem Iraq-Museum in Baghdad und der ASOR, Chicago, die dann durch Robert H. Pfeifer, Richard F. S. Starr und dem Harvard University und dem University Museum of Philadelphia fortgeführt wurden.

Topographie

Nuzi enthielt einen königlichen Palast, der einem šakim bīti unterstand. Hier war unter anderem ein königlicher Harem untergebracht, die oberste Palastdame führte den Titel Königin. In der mit einer Mauer umgebenen Oberstadt befand sich der Palastkomplex, der auch ein Lagerhaus, einen Tempel der Sawuška und des Nergal und Magazine umfasste. Hier befanden sich aber auch Privathäuser. Eine Unterstadt (adaššu) ist archäologisch nachgewiesen. Vorsteher der Stadt war ein ḫazannu.

Archive

Dabei fand man umfangreiche Archive mit insgesamt ca. 20.000 Tontafeln, die zwar in akkadisch geschrieben sind, aber hurritische Lehnwörter mit deutlichen Hinweisen auf die hurritische Muttersprache der Schreiber enthalten, die wohl auch von der Bevölkerung hauptsächlich verwendet wurde.

Private und staatliche Archive enthielten rechtliche, geschäftliche und Verwaltungsurkunden. Die Keilschrift-Tafeln enthielten zahllose Einzelheiten zum Leben in mittel-Babylonischer Zeit, u. a. zu Rechtsangelegenheiten wie Adoption, Eheschließung, Erbrecht und Testament und zum Finanzsystem (z. B. kannte man schon das System der Ratenzahlungen).

Hier fand man auch die älteste Kartendarstellung auf einer Tontafel, die in die Akkad-Zeit (ca. 2340–2200 v. Chr) datiert werden kann.[1] Auf der 7,5 cm × 6,5 cm großen Tontafel sind Berge, der Fluss Rahium mit seinen Zuflüssen und Städte eingezeichnet. Hauptthema der Karte dürfte wohl der in der Mitte bezeichnete Landbesitz von/des Azala sein. Am oberen (Osten) und unteren Rand (Westen) ist die Tafel mit Himmelsrichtungen versehen. Durch die vorhandenen Städte (z.B. Dur-ebla) ist es gesichert, dass die Karte einen Landstrich in der Nähe Nuzis wiedergibt.

Frühere Annahmen einer direkten Verbindung zu biblischen Texten, z.B. Testamenturkunden als Vergleich mit den Teraphim Gen 31, konnten nach eingehenden Untersuchungen[2] nicht bestätigt werden; wohl aber bieten die Nuzi-Texte eine Dokumentation von Rechtspraktiken in Mesopotamien, die biblische Rechtstexte und biblische Praktiken verständlich machen.

Spezielle Rechtsformen, die nur in Nuzi vorkamen, stellen die unechten Kauf- und Immobilien-Adoptionen dar. Hintergrund dieser Verträge war der Versuch, eine Klientenbeziehung zwischen dem begüterten Adoptierten und dem finanziell in Not geratenen Adoptanten zu etablieren. Der Adoptant bewirtschaftete das ihm übergebene Feld und leistete im Gegenzug eine anteilige Abgabe vom Ernteertrag.

Geschichte

Die ältesten Funde stammen aus der Halaf-Zeit. In mittelbabylonischer Zeit gehörte Nuzi zum Königreich Arrapcha und wurde ca. 1350 v. Chr. sowohl von den Assyrern und Babyloniern erstmals zerstört (Stratum II). Um 900 v. Chr. wurde Nuzi unter Adad-nirari II. dem assyrischen Reich angegliedert. 615 v. Chr. wurde es von den Medern erneut zerstört.


Quelle:
Wikipedia

Albrecht von Wallenstein Offline




Beiträge: 350

01.08.2009 08:24
#4 RE: Hurriter antworten

Teššup der hurritische Wettergott

Teššup (auch Teschschup, Teššub, Teschschub, Tešup, Teschup, Tešub, Teschub, DIŠKUR) ist der hurritische Wettergott, der oft mit dem akkadischen Adad gleichgesetzt wird. Er ist der Sohn des Kumarbi und Enkel des An. Er wurde von Kumarbi geboren, nachdem dieser die Genitalien seines Vaters abgebissen und verschluckt hatte.

Seine Gemahlin ist die Sonnengöttin Hepat/Chepat/Hepit. Der Sohn von Hepat und Teššup war Šarruma/Tsama, der in Uda und Kummani verehrt wurde und auch Stierkalb des Teššup genannt wurde.

Teššup fährt in einem vierrädrigen Wagen über den Himmel, den die Stiere Šeri und Hurri (Tilla/Hurwi) ziehen. Der Berg Sapān bei Ugarit (Mons casius, al-Dschabal al-Aqra') war Sitz des Gottes Hazzi, der auch als Gefolgsmann Teššups verehrt wurde, ebenso wie der Gott des Berges Nanni.


Der Wettergott Teššup/Tarhunna und sein Sohn Šarruma bekämpfen Illuyanka, Museum of Anatolian Civilizations, Ankara, Turkei

Namensbestandteil

Teššup war im Mittani-Reich und während der hethitischen Großreichszeit ein bedeutender Gott und taucht auch in Königsnamen auf, etwa Tunip-Teššup von Tikunani. Fast alle Könige von Arrapcha führten Teššup in ihrem Namen.

Teššup findet sich aber auch in den Namen von Schreibern, etwa Nai-Teššup, Turar-Teššup, Sohn des Kel-Teššup, Tarmi-Teššup und Šilahi-Teššup aus Nuzi oder des Kaufmannes Šilwa-Teššup.


Link:
* Teššup - Das wissenschaftliche Bibellexikon

Quelle:
Wikipedia

Albrecht von Wallenstein Offline




Beiträge: 350

01.08.2009 08:27
#5 RE: Hurriter antworten

Hepat die hurritische Sonnengöttin

Hepat (Chepat/Hepit) ist die hurritische Sonnengöttin. Sie ist Gemahlin von Teššup dem Wettergott. Aus der Beziehung ging der Sohn Šarruma (Tsama) hervor.


Quelle:
Wikipedia

Albrecht von Wallenstein Offline




Beiträge: 350

01.08.2009 08:32
#6 RE: Hurriter antworten

Šarruma der Sohn von Hepat und Teššup

Šarruma (Tsama) ist der Sohn des obersten hurritischen Götterpaars, der Sonnengöttin Hepat und des Wettergottes Teššup. Er wird auch das Stierkalb des Teššup genannt. Auch er wurde als Gott verehrt, unter anderem in Uda und in Kummani.

Die Hethiter übernahmen ihn wie fast alle hurritischen Gottheiten in ihr Pantheon. Großkönig Šuppiluliuma I. machte seinen Sohn Telipinu zum obersten Priester des Šarruma. Tudhalija IV. erwählte ihn zu seinem persönlichen Schutzgott, Puduhepa, der Gemahlin seines Vaters Hattušili III. erscheint er im Traum, worauf sie gelobt, ihm zwölf Opferstellen einzurichten[1]. In der Prozession der hethitischen Gottheiten in Yazılıkaya steht er hinter seiner Mutter Hepat auf einem Leoparden und ist zusätzlich in Kammer B als Beschützer Tudhalijas abgebildet. Auf dem Felsrelief von Hanyeri wird er in Stiergestalt dargestellt.


Šarruma umarmt Tudhalija, Relief aus Yazılıkaya

Quelle:
Wikipedia

Albrecht von Wallenstein Offline




Beiträge: 350

01.08.2009 08:37
#7 RE: Hurriter antworten

Šawuška die Göttin der sexuellen Liebe und des Krieges

Die hurritische Göttin Šawuška/Schawuschka war die Göttin der sexuellen Liebe und des Krieges. Sie hatte jedoch auch heilende Kräfte. Tušratta beschreibt sie als Herrin von Mitanni und als Königin der hohen Himmel. In Nuzi war Šawuška und Tešup ein Doppeltempel geweiht. In Sumer war Ištar die Schwester des Wettergottes, es ist aber unklar, ob sich das auf Mitanni übertragen lässt. Sie hatte Ninatta und Kulitta als Dienerinnen und Musikantinnen.

Šawuška in anderen Ländern

In Kizzuwatna wurde eine schwarze Šawuška verehrt.

Im hethitischen Pantheon hatte Šawuška auch männliche Attribute. Sie konnte Gotteslästerer und Eidbrecher durch eine Geschlechtsumwandlung bestrafen, wie auch die griechische Aphrodite (Teiresias) und die phrygische Magna Mater (Attargatis), die allerdings chirurgische Verfahren bevorzugte. In hethitischen Texten werden der Šawuška Šintal-wuri, Šintal-irti und Šintal-taturkani beigesellt, deren hurritische Namen sich alle auf die Zahl Sieben beziehen. Sie ist in der Götterprozession von Yazılıkaya mit ihren Dienerinnen Ninatta und Kulitta abgebildet.

Noch in sargonidischer Zeit war die Ištar von Ninive auch als Šauška bekannt.

verwandte Gottheiten

Šawuška wird oft mit der akkadischen/assyrischen Ištar gleichgesetzt. In Nord-Syrien wurde Šawuška teilweise mit Išḫara gleichgesetzt, in Ugarit mit Astarte.


Quelle:
Wikipedia

 Sprung  
Xobor Forum Software ©Xobor.de | Forum erstellen