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Dieses Thema hat 6 Antworten
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Albrecht von Wallenstein Offline




Beiträge: 350

01.08.2009 06:26
RE: Ur antworten

Ur

Ur ist eine der ältesten sumerischen Stadtgründungen und altes Zentrum in Mesopotamien (Zweistromland, im heutigen Irak). Eine Zikkurat des Mondgottes Nanna gehört zu ihren wichtigsten Bauwerken. Die Anfänge der Stadt reichen bis ca. 4000 v. Chr. zurück. Sie ist heute eine bedeutende archäologische Ausgrabungsstätte.


Mesopotamien

Die Stadt

Durch diverse Ausgrabungen ist es möglich, ein recht gutes Bild vom Aussehen der Stadt zu gewinnen, die einst am Meer lag und ein wichtiger Hafen war. Im Norden der Stadt befindet sich der Bezirk des Mondgottes Nanna, der der Hauptgott der Stadt war. Hier steht die Zikkurat, die von Ur-Nammu um 2200 v. Chr. erbaut worden ist.

Um die Zikkurrat herum befinden sich einige weitere bedeutende Bauwerke. Der Echursanga genannte Palast datiert in die 3. Dynastie von Ur und ist der Königspalast von Ur-Nammu und Schulgi. Das Egipar ist ein weiteres Heiligtum. Es war der Ningal geweiht und datiert auch in die 3. Dynastie von Ur.

Etwa 200 m südlich der Zikkurat konnten die ältesten größeren Strukturen von Ur ausgegraben werden. Es handelt sich um die Königsgräber von Ur, die um 2600-2500 v. Chr. datieren, aber Teil eines ca. 2000 Gräber umfassenden Friedhofes waren. Einige der königlichen Grabanlagen fanden sich unberaubt (siehe: Puabi) und enthielten reiche Beigaben. Ganz in der Nähe dieses Friedhofes fand man auch die monumentalen Grabanlagen der Könige der 3. Dynastie von Ur. Im Süden der Stadt konnte ein großer Teil der Wohnstadt aus dieser Zeit ergraben werden. Die Häuser waren meist eher klein und hatten einen Innenhof. Es gibt mehrere Gassen, wobei es kaum Anzeichen einer Stadtplanung gibt. Nach der 3. Dynastie von Ur verlor die Stadt stark an Bedeutung.

In der Kassitenzeit (im 14. vorchristlichen Jahrhundert) ist das Nannaheiligtum renoviert worden. In der Zeit der Assyrerherrschaft gibt es weitere Renovierungsarbeiten. Eine letzte kleine Blüte erlebte die Stadt in neubabylonischer Zeit. Der Nanna-Bezirk wurde stark erweitert und erhielt eine mächtige Mauer. Im Norden der Stadt wurde ein großer Palast für Belschaltinanna, einer Tochter von König Nabonid errichtet.

Ausgrabungen

Noch Mitte des 19. Jahrhunderts stand an der Stelle der früheren Stadt Ur ein gut erhaltener Zikkurat, der seit als Tell al-Muqayyar bekannt war – der „Stufenhügel“. Dieser Turm war eine Kultstätte für den Mondgott Nanna. Er war kleiner als der babylonische Zikkurat. Die Grundfläche war 55 mal 40 Meter.

1854 kam eine britische Karawane unter Führung des Konsuls in Basra nach Ur, um nach Schätzen für das Britische Museum in London zu suchen. J. E. Taylor ließ den Stufenturm von oben her abtragen und fand schließlich einige Tonzylinder mit Inschriften, die jedoch in jener Zeit angesichts bedeutender Funde in Nordmesopotamien (etwa in Ninive) verblassten. So gaben die Briten ihre Anstrengungen zunächst auf. Danach nutzten örtliche Araber die Ziegeln der Zikkurat als Baumaterial.

Unter den Offizieren der britischen Truppen, die im Ersten Weltkrieg Richtung Bagdad marschierten, war R. Campbell Thompson, in Friedenszeiten Assistent im Britischen Museum. Auf seinen dringenden Bericht nach London angesichts des verfallenen Bauwerks und der vermuteten Siedlungsruinen wurden die inzwischen in Vergessenheit geratenen Tonzylinder genau untersucht.

Nun erst stellte sich heraus, dass es sich hier um das biblische Ur handeln musste und dass der babylonische Herrscher Nabonid die Zikkurat im 6. Jahrhundert v. Chr. renoviert hatte. Viele weitere Keilschrifttexte bestätigten, dass Ur eine der wichtigsten Städte der Sumerer war.

1922 kam eine Expedition des Archäologen Leonard Woolley nach Ur und begann mit systematischen Ausgrabungen auf dem Tell. Wooley grub hier zwölf Winterhalbjahre (1922-1934). Er grub auch den so genannten Königsfriedhof von Ur aus. Unberührt fand er aber nur noch die Grabkammer der Königin Puabi, die mit 23 reich geschmückten Dienerinnen bestattet worden war. Die Königin hatte reiche Grabbeigaben aus Gold, Lapislazuli, Achat und Karneol. König Mesilim von Kisch trug einen papierdünnen Goldhelm und einen goldenen Dolch mit einem Knauf aus einem Lapislazuli. Das bekannteste Fundstück der Grabungen ist ein Stierkopf aus getriebenem Gold, verziert mit blauem Lapislazuli. Er saß als Verzierung auf einer Harfe.

Dynastien von Ur

1.Dynastie
* Mes-kalam-dug Regierungszeit (Kurze Chronologie) um 2436 v. Chr. Regierungszeit (Mittlere Chronologie) um 2.500 v. Chr (Kommentar: nicht gesicherte Datierung)
* A-kalam-dug
* Mes-ane-pada
* A'-ane-pada
* Mes-ki-age-nuna
* E-lu-lu
* Ba-lu-lu

2.Dynastie
* Ka-ku
* E-lili

3.Dynastie / Eigenbezeichnung Brüder des Bilgamesch (Gilgamesch)
* Ur-Nammu Regierungszeit (Kurze Chronologie) 2048 v. Chr. - 2031 v. Chr. Regierungszeit (Mittlere Chronologie) 2112 v. Chr. - 2095 v. Chr.
* Šulgi Regierungszeit (Kurze Chronologie) 2030 v. Chr. - 1983 v. Chr. Regierungszeit (Mittlere Chronologie) 2094 v. Chr. - 2047 v. Chr.
* Amar-Suena Regierungszeit (Kurze Chronologie) 1982 v. Chr. - 1974 v. Chr. Regierungszeit (Mittlere Chronologie) 2046 v. Chr. - 2038 v. Chr. auch unter Amar-Sin bekannt
* Šu-Sin Regierungszeit (Kurze Chronologie) 1973 v. Chr. - 1965 v. Chr. Regierungszeit (Mittlere Chronologie) 2037 v. Chr. - 2029 v. Chr.
* Ibbi-Sin Regierungszeit (Kurze Chronologie) 1964 v. Chr. - 1940 v. Chr. Regierungszeit (Mittlere Chronologie) 2028 v. Chr. - 2004 v. Chr.


Bibel

Nach der Überlieferung des Alten Testaments der Bibel wurde Abraham in Ur geboren (Gen 11,27f)

Quelle:
Wikipedia

Albrecht von Wallenstein Offline




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01.08.2009 06:30
#2 RE: Ur antworten

Meskalamdug

Meskalamdug war ein König des sumerischen Stadtstaates Ur.

Er lebte etwa zwischen 2600 und 2500 v. Chr. und wird zur 1. Dynastie gezählt. Seine Grabstätte findet sich wie die von König Akalamdug und Königin Puabi bei den Königsgräbern von Ur, es hat die Nummer 1054. Sein Sohn Mesanepada ist der erste König von Ur, der in der sogenannten sumerischen Königsliste, einem erhalten gebliebenen Keilschrift-Dokument, erwähnt wird.

Archäologie

Das sogenannte Grab des Meskalamdug wurde 1927-28 von Sir Leonhard Woolley ausgegraben. Es war eines der reichsten Königsgräber von Ur. Dort fand sich auch der Goldhelm des Königs Meskalamdug, der sich heute im Irakmuseum befindet. Der Leichnam des Königs befand sich in einem prunkvollen Holzsarg.


Quelle:
Wikipedia

Albrecht von Wallenstein Offline




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01.08.2009 06:33
#3 RE: Ur antworten

Ur-Nammu

Ur-Nammu (auch Urnammu und Ur-Namma) war ein sumerischer König 2112 bis 2095 v. Chr. aus der in Mesopotamien gelegenen Stadt Ur. Er begründete die III. Dynastie von Ur und war zunächst General und Statthalter des Utuchengal (oder Utuhengal) von Uruk auf dem Thron des Königs von Ur.

Von dessen Oberherrschaft löste er sich jedoch schnell. Es wird sogar spekuliert, dass Ur-Nammu Bruder des Utechegal war. Begonnen hatte er seine Karriere in Eschschu, einer kleinen Stadt in der Nähe von Ur, aus der wohl auch seine Mutter und deren Familie stammten. Es gibt Hinweise in den Quellen, die dafür sprechen, dass Ur-Nammu dem Utuchengal zunächst unterlegen war.

Als er schließlich Utuchegals Macht abgeschüttelt hatte, gliederte er unter anderem Uruk, Eridu, Larsa, Adab und Nippur, nach einem Sieg über Namahani auch den vormaligen Staat Lagasch seinem Herrschaftsgebiet an (insgesamt sollen es 23 Stadtstaaten gewesen sein) und begründete so die dritte Dynastie von Ur. Selbst Teile Akkads gehörten zu seinem Herrschaftsgebiet. Bei der Reformation des Staatswesens orientierte er sich an den alten sumerischen Traditionen - vor allem an der legendären Stadt Uruk, weshalb diese Zeit auch sumerische Renaissance genannt wird. Die Neuordnung hatte eine Zentralisierung und Bürokratisierung zur Folge. Verwaltung und Rechtsprechung wurden reorganisiert, was Katastertexte und der Codex Ur-Nammu zeigen. In Uruk installierte er einen seiner Söhne als En-Priester der Göttin Inanna. Schon zuvor hatte er eine seiner Töchter zur Hohepriesterin des Mondgottes Nanna in Ur ernannt. Zu seiner Krönung zog er nach Nippur, dem religiösen Zentrum Sumers, wo er dem Gott Enlil opferte. Damit hatte er die drei wichtigsten religiösen Zentren in seiner Hand vereint.

Durch diese Einigung Sumers konnte er auch die Oberhoheit und Aufsicht über den Fernhandel an sich ziehen. Ur war in der Folgezeit das Zentrum des Handels mit Magan und Meluhha.

Er ließ einen acht Meter hohen Wall und eine Mauer um den Tempelbezirk in seiner Hauptstadt Ur bauen, die schätzungsweise 30.000 Einwohner und eine Fläche von ca. 63 Hektar hatte. Ur-Nammu ist der Auftraggeber der Zikkurat von Ur und der Zikkurat des Nanna. Das Kanal- und Wegesystem ließ er erneuern und ausbauen. Auch die Tempel in anderen Städten ließ er mit Mauern schützen. Am Ende seines Lebens begann er mit dem Neubau der Mauern von Ur, die er jedoch nicht mehr zu Ende bringen konnte.

Gegen Ende seiner Regierungszeit erwuchs ihm mit den Elamitern, die sich mit den Gutäern verbündet hatten, ein starker Gegner. Urnammu starb überraschend nach 18 Regierungsjahren, er fand wohl bei einer Schlacht gegen die Gutäer den Tod. Sein Nachfolger war sein Sohn, König Schulgi.

Quelle:
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Albrecht von Wallenstein Offline




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01.08.2009 06:35
#4 RE: Ur antworten

Šulgi

Šulgi (auch Schulgi) aus Ur war der zweite König der „Sumerischen Renaissance“ (3. Dynastie von Ur) in Mesopotamien (im heutigen Irak). Er folgte seinem Vater Ur-Nammu auf den Thron und regierte 48 Jahre lang, wahrscheinlich von 2094 v. Chr. bis 2047 v. Chr. Allerdings bestehen noch gewisse Probleme bei der genauen Datierung. Er bezeichnete sich als „Herr der vier Weltgegenden“.

Unter seiner langen Herrschaft machte das Reich Sumer große Fortschritte. Im 46. Jahr seiner Regierung zerstörte er die Stadt Kimasch. Šulgi konnte sein Reich noch erweitern, doch unter seinen Nachfolgern begann der endgültige Verfall von Sumer.

Quelle:
Wikipedia

Albrecht von Wallenstein Offline




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01.08.2009 06:38
#5 RE: Ur antworten

Amar-Sin

Amar-Sin von Ur war von 2046 bis 2038 v. Chr. König von Sumer und Akkad.

Er war der dritte Regent aus der Dritten Dynastie von Ur und folgte seinem Vater Schulgi auf den Thron. Er setzte größtenteils das Werk seines Vaters fort. In seine Regentschaft fielen u. a. verschiedene Bauvorhaben sowie der Krieg gegen die Hurriter an der Nordgrenze des Reiches im Bereich des heutigen Kurdistan. Unter der Herrschaft von Amar-Sin erlebte sein Reich eine Periode von Fortschritt und Wohlstand; es wurden u. a. die Erträge aus der Landwirtschaft stark gesteigert. Die Regentschaft des Königs dauerte nur etwa ein Jahrzehnt; er starb infolge einer Infektion an den Füßen. Thronfolger wurde Amar-Sins Bruder Schu-Sin.

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Albrecht von Wallenstein Offline




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01.08.2009 06:39
#6 RE: Ur antworten

Šu-Sin

Šu-Sin von Ur (auch Schu-Suen, Schu-Sin) war von 2037 bis 2029 v. Chr. (Mittlere Chronologie) König von Sumer und Akkad in Mesopotamien (im heutigen Irak).

Er war der vierte Regent aus der Dritten Dynastie von Ur und folgte seinem Bruder Amar-Sin nach dessen frühen Tod auf den Thron. Über die Zeit seiner Regentschaft ist wenig bekannt. Sein Nachfolger auf dem Thron wurde Ibbi-Sin, der letzte Großkönig aus der Dritten Dynastie von Ur.


Quelle:
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Albrecht von Wallenstein Offline




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01.08.2009 06:42
#7 RE: Ur antworten

Ibbi-Sin

Ibbi-Sin (auch Ibbi-Suen) war von 2028 bis 2004 v. Chr.der fünfte und letzte Herrscher der III. Dynastie von Ur, deren Periode auch als "Sumerische Renaissance" bezeichnet wird, im alten Mesopotamien (heutiger Irak). Ibbi-Sin folgte seinem Vater Šu-Sin auf dem sumerischen Thron. Er wurde nacheinander in drei sumerischen Städten - Ur, Uruk und Nippur - gekrönt. Als er den Thron bestieg war er noch sehr jung. Die Tatsache, dass die meisten führenden Beamten weiterhin im Amt blieben, zeigt jedoch, dass es nicht sofort zu einem Wechsel in der politischen Linie kam. Steuern (in Form von Vieh) flossen aus allen Teilen des Imperiums ein, und zwei literarische Werke in sumerischer Sprache, die zu Beginn von Ibbi-Sins Regierungszeit entstanden, lassen vermuten, dass das Land damals von keinem Unheil betroffen war.

Regierungszeit

Nach dem zweiten Regierungsjahr hörte eine Stadt nach der anderen auf, Ibbi-Sins Autorität anzuerkennen; das geht aus der Tatsache hervor, dass Gesetzes- und Verwaltungsdokumente aus diesen Orten nicht mehr mit Ibbi-Sins offiziellen Jahresformeln datiert sind. Dass man sich einer militärischen Bedrohung gegenübersah, zeigt die Tatsache, dass in der Jahresformel für Ibbi-Sins sechstes Regierungsjahr die Instandsetzung von Verteidigungsanlagen in den Schlüsselstädten Nippur und Ur erwähnt wird.

Über den Gang der Ereignisse unterrichtet uns ein an Ibbi-Sin gerichteter Brief von einem gewissen Išbi-Erra, einem Ausländer aus Mari, der in die Dienste von Ibbi-Sin getreten war und beim Zusammenbruch des Imperiums König von Isin wurde.

In Ur kam eine Inflation auf, die verheerende Formen annahm. Da die Getreidegebiete an die Amurriter verlorengingen, griffen Inflation und Hungersnot zweifellos auch auf andere Teile Sumers über; die spätere Omen- Literatur berichtet von Aufständen und Rebellionen gegen Ibbi-Sin. Aus dem Weglassen der Jahresformeln Ibbi-Sis nach seinem siebten Regierungsjahr kann man folgern, dass man ihn nun auch nicht mehr in Nippur anerkannte, der Stadt des Gottes Enlil, durch den die Königswürde verliehen wurde.

So schrumpfte Ibbi-Sins Reich immer mehr zusammen, bis es schließlich kaum mehr als den Stadtstaat Ur umfasste. Mit dem Zusammenbruch der Zentralgewalt in Sumer und Akkad sah sich das Land einer weiteren Bedrohung ausgesetzt: dem wiederholten Ansturm der Bergvölker im Osten. Schon mehrere Jahre vor dem Ende von Ibbi-Sins Herrschaft waren elamitische Völker in Raubzügen ins Land eingedrungen.

Im 24. Regierungsjahr von Ibbi-Sin griff eine Völkergruppe aus Elam sein Land erneut an: Ur wurde zerstört und Ibbi-Sin selbst als Gefangener nach Elam gebracht. So ging die III. Dynastie von Ur unter. In Ur selbst blieb eine elamitische Garnison in den Trümmern der Hauptstadt zurück. Dort wurde sie erst Jahre später von Išbi-Erra verdrängt.

Quelle:
Wikipedia

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